Wanderweg

Ferienregion Meulenwald - Wald des Jahres 2012

Brückenstraße 46, 54340 Schweich

Highlights

  • Der Meulenwald, 2012 zum ‚Wald des Jahres‘ gewählt, erstreckt sich zwischen Roterberg und Wallenborn und wurde erstmals 1291 als ‚Sueycherwald‘ urkundlich genannt.
  • Ursprünglich ein zusammenhängender Wald, wurde der Meulenwald 1775 aufgeteilt und 1809 zwischen Familie von Kesselstatt und Staat gerechtfertigt aufgeteilt.

Tipps

  • Der Meulenwald zeigt sich als idealer Ort für Wanderungen mit thematischen Routen, die von römischen Siedlungsresten bis zu mittelalterlichen Waldgrenzen führen.

Eigenschaften

Outdoor Ganzjährig

Wanderwege im Wald des Jahres 2012 – Meulenwald Schweich

Tief im Herzen der Eifel, nur wenige Kilometer von Schweich entfernt, erstreckt sich der Meulenwald – ein einzigartiges Waldgebiet, das 2012 zum „Wald des Jahres“ gekürt wurde. Diese Auszeichnung unterstreicht die besondere ökologische Bedeutung und die artenreiche Vielfalt dieses Waldes, der seit Jahrhunderten die Region prägt. Der Meulenwald ist nicht nur ein Rückzugsort für Wanderer und Naturliebhaber, sondern auch ein historisches Juwel mit einer über tausendjährigen Geschichte, die bis in die frühe mittelalterliche Zeit zurückreicht.

Schon im römischen Urbar des Jahres 893 wird auf Wald- und Weiderechte in der Region verwiesen, die vermutlich auf den Meulenwald bezogen sind. Erstmals urkundlich erwähnt wird er jedoch 1291 als „Sueycherwald“, benannt nach der nahen Stadt Schweich. Später, im Weistum von 1517, trägt er den Namen „Hoher Wald“ und erstreckt sich von den Ausläufern des Rotenbergs bei Quint bis hin zum Wallenborn bei Heckenmünster. Damals war er ein zusammenhängendes Waldgebiet, das später durch politische und rechtliche Veränderungen aufgeteilt wurde.

Die Geschichte des Meulenwalds ist geprägt von Konflikten um die Nutzung und Verwaltung des Waldes. 1775 erfolgte eine erste Teilung unter verschiedene Berechtigte, die ursprünglich die Aufsicht über das gesamte Gebiet hatten. Noch im 19. Jahrhundert eskalierten die Streitigkeiten, als die französische Regierung 1809 den Wald zwischen die Familie von Kesselstatt und den Staat aufteilte – ein Prozess, der jahrzehntelange Rechtsstreitigkeiten nach sich zog. Heute ist der Meulenwald ein geschütztes Gebiet, das durch seine naturnahe Struktur und die Vielfalt an Pflanzen und Tieren besticht.

Für Wanderer und Naturliebhaber bietet der Meulenwald ein abwechslungsreiches Erlebnis. Durch das dichte Waldgebiet führen gut markierte Wege, die zu versteckten Tälern, klaren Bächen und Aussichtspunkten führen. Besonders reizvoll sind die Übergänge zu angrenzenden Gebieten wie dem Rotenberg oder dem Wallenborn, die ebenfalls Teil der historischen Waldlandschaft sind. Der Meulenwald ist damit nicht nur ein Ort der Erholung, sondern auch ein lebendiges Stück Eifel-Geschichte, das zum Entdecken und Genießen einlädt.

Wer sich auf die Spuren des „Waldes des Jahres“ begibt, findet hier eine einzigartige Verbindung aus Natur, Kultur und Geschichte. Ob beim Spaziergang durch die alten Buchenwälder, beim Lauschen des Vogelgezwitschers oder beim Verweilen an stillen Waldlichtungen – der Meulenwald bei Schweich ist ein Ort, der zum Verweilen und Staunen einlädt. Ein Ausflug in dieses grüne Paradies ist immer eine Reise in die Vergangenheit und gleichzeitig ein Fest für die Sinne.

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